Nach 2 Tagen auf dem Motorrad und einem doch recht straffen Programm, hatten wir das Verlangen einen Tag nicht auf dem Bike zu sitzen. Deshalb entschieden uns für ein Wochenende in St.Ives - ein kleiner romantischer Künstlerort im Distrikt Penwith in Cornwall.
St. Ives zählt ca. 11.165 Einwohner, wirkt aber wesentlich kleiner und kuschliger. Mag wohl daran liegen, dass man als Besucher eigentlich nur das Zentrum besucht.
1928 gründeten Ben Nicholson (englischer Maler und Objektkünstler: Landschaften, Stilleben sowie Reliefs), Alfred Wallis (englischer Maler: Boote und Häfen, beeinflusste die Britische Moderne) und Christopher Wood (britischer Drehbuchautor: James-Bond "Der Spion der mich liebte" und "Moonraker") in St. Ives eine Künstlerkolonie, deren Spuren bis heute noch zu fühlen sind.
Über den ganzen Ort sind kleine Gallerien und Ausstellungen verteilt. Wundert es einen bei einem solch malerischen Ort, viele unterschiedliche kreative Menschen und Künstler anzutreffen. Mich nicht.
Sogar die London Tate Galery eröffnete hier 1993 eine Zweigstelle, in welcher Werke lokaler und nicht lokaler Künstler ausgestellt werden.
Zum Zeitpunkt unseres Besuches fand eine Ausstellung mit dem Thema "Brian Wilson and the Beach Boys" statt. Im Mittelpunkt stand das Thema surfen, Meer und Strand in den 60er Jahren. Leider war die Ausstellung nicht ganz so interessant wie angepriesen, aber wir waren dort!!!
Auf den Bildern bisher ist ausschließlich eine Bucht (eine Seite) St. Ives' zu sehen. Und zwar Porthminster. Um und in St. Ives liegen unzählige Strände und Buchten. Manche groß, breit und lang und manche klein und schnuggelig.
Das ist jetzt die Andere Seite der Bucht. Porthmeor. Hier haben wir 2 Nächte in einem sehr schönen B&B (ohne Breakfast), mit einer unbeschreiblichen Aussicht direkt am Strand verbracht.
Ist das nicht wunderschön, morgens aufzuwachen, sich mit einer Tasse Kaffee ans Fenster zu setzen und so eine Aussicht geniessen zu dürfen. Einfach unvergesslich!
Und dabei den ersten Surfern beim warten auf die EINE Welle zuzusehen. Unglaublich wie früh die da sind.
Wir haben uns genau den richtigen Ort ausgesucht, um ein entspanntes Wochenende in sehr angenehmer Atmosphäre zu verbringen.
St. Ives war schon früher ein sehr beliebter Urlaubsort, nicht allein wegen der unzähligen Strände in und um St. Ives herum. Es gibt auch noch Anderes zu sehen.
Nach unserer morgendlichen Tour durch die Porthminster Buchten, nahmen wir uns, nach köstlichen Cornish Pasties (die gibt es wirklich nur in Cornwall), Porthmeor vor.
Wir sind die Küste entlang marschiert, den West Coastal Path. Naja nicht den ganzen, aber ein kleines Stückchen und haben dabei wunderschöne Landschaftsszenerien aufnehmen und aufsaugen können.
Ist das nicht schön?!?
Auch ein Denker muss mal Pause machen!
Um all die Eindrücke wahrnehmen und vor allem verarbeiten zu können.
Denn man muss ja aus dieser "Traumwelt" wieder zurück auf den Boden der Tatsachen kommen.
Nicht wahr!?! Tolle Realität.
Wie man sehen kann, haben wir unseren Ausflug nach Cornwall gänzlich genossen und sind sehr glücklich diesen gemacht zu haben. Einfach unvergesslich!
Zum Abschluss wurde uns noch dieses Bild zum sönntäglichen Frühstück beschert. Ein Traum!
Donnerstag, 4. Oktober 2007
St. Ives
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plymic
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Dienstag, 2. Oktober 2007
Von St. Austell bis zum Lizard Point
Nach unserem phänomenalen Aufenthalt im Eden Project ging unsere Reise im schönen und auch irgendwie bizarren Cornwall weiter. Wir sind die Küste von St. Austell über Falmouth bis zum Lizard Point entlang gefahren. Zur Verdeutlichung; wir befinden uns erst im zweiten Tag der Reise! Die Entfernungen sind aber auch gering, wir unterhalten uns über bisher insgesamt ca. 200 km.
Auf unserem Weg begegneten uns viele schöne Plätzchen an denen wir einfach kurz angehalten haben, um ein Bild zu machen, Luft zu schnappen oder einfach die Zeit zu genießen und einen Schluck zu trinken. So auch dieses Plätzchen.
Wir befinden uns hier überhalb von St. Austell, wo wir eigentlich nur durchgefahren sind. Leider hat es unser Zeitplan nicht erlaubt in der ansäßigen Brauerei zu halten, um mal frisches englisches Bier zu testen. Und das wohlgemerkt als Deutsche!
Das hier ist ein altes, ausrangiertes Segelboot, ist uns auf unserer Reise quasi in die Augen gefallen. Wie Ihr seht, wird in Cornwall von allem etwas geboten.
Um in Cornwall an der Küste entlag fahren zu können, muss man solch kleine Strassen befahren.
Tatsächlich handelt sich wirklich nur um eine Fahrbahn. D.h. sollte Gegenverkehr entgegen kommen, muss vorsichtig auf extra geschaffene Rangierplätzen ausgewichen werden, die kommen ca alle 30-50m. Alle Sträßchen sind von hohen Büschen umzäunt sind, so dass man eigentlich nichts sieht außer Hecke (der Tunnelblick läßt grüßen). Die sehen wirklich ALLE so aus. Nennt man Cornwall etwa deswegen das Land der Hecken?
Aber dafür wird man mit solch einer Aussicht belohnt, wenn man nur lange genug fährt, die Augen offen hält und an den entsprechenden Gattern sofort anhält. Natürlich muss man noch auf genau jene Gatter klettern, um ein Foto machen zu können.
Und wenn man noch länger fährt, erreicht man letztendlich solch einen schönen idyllisch verlassenen Strand. Mitten im Nichts.
Um ihn dann als Black Rider zu vereinnahmen.
Fährt man die "Strasse" dann einfach weiter, in der Hoffnung, dass kein Auto entgegen kommt, bekommt man atemberaubende Felsformationen...
...einsame Schlößchen, die in Privatbesitz sind zu Gesicht,...
...welche auf Ihrem Grundstück die Viehherde am eigenen See weiden lassen.
Ist man die Strasse ein ganz schönes Stückchen weitergefahren, gelangt man an diese Meereszunge bei Falmouth. Hier muss man nämlich wieder eine Fähre nehmen, um auf die andere Seite zu gelangen. Es gibt nämlich wieder keine Brücke. Die Fähre ist hier doch schon bedeutend teurer als in Plymouth. Um genau zu sein, 6x teurer.
Aber schön ist es hier. Mir scheint, als wäre die Vegetation auch anders als in Plymouth oder noch in Looe. Irgendwie grüner und satter, spontan musste ich an den Sherwood Forest denken. Der liegt, aber wo ganz anders.
Ist schon komisch. England strahlt irgendwie etwas mystisches aus. Ich habe die ganze Zeit Assoziationen der Vergangenheit. Liegt das an den alt anmutenden Häusern, Kirchen und Friedhöfen die über zu sehen sind?
Nein das Bild ist nicht schief. Die Kirche steht auf nem Hügel der nach rechts abfällt.
Das ist Falmouth. Eine ehemalige kleine Schmugglerstadt, mit dem wohl schönsten Hafen Südenglands.
Darüber soll sich jeder seine eigene Meinung bilden, wenn er da ist. Leider erschöpft sich hier unser Bildmaterial etwas. Wir haben leider nichts gesehen, was den Hafen oder die Stadt besonders auszeichnet. Vielleicht haben wir "den Hafen" auch einfach nicht gefunden.
Zu unserer Entschuldigung, wir waren auch nur kurz vor Ort, um unseren ersten "Cornish Pasty" zu essen. Eine Köstlichkeit für sich. Ist eine wohlgemerkt warme Teigtasche. Die Füllungen variieren von Steak über Gemüse bis hin zu süß. Aber ich glaube, die süße Variante essen nur die Touris.
Nun, zum südlichsten Punkt Englands. The Lizard Point.
Dieser Ort zeichnet sich durch die dunklen steilabfallenden Felsformationen aus. Diese Küsten waren früher lange als Grab der Schiffe gefürchtet.
Kann ich irgendwie verstehen. Man könnte meinen Loch Ness ist da.
Aber hier kann man nett in einem kleinen "Cornish Cafe" direkt am Abgrund sitzen und eine Tasse heißen Tee schlürfen. Das verfeinert den Genuß der Aussciht noch um das Dreifache.
Übrigens gibt es dort so gut wie keine Übernachtungsmöglichkeiten, eigentlich keine. Wir sind auch außerplanmäßig weiter gefahren. Manchmal wollen die Cornish einfach unter sich bleiben, deshalb die Schwarz-rote England-Flagge?
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plymic
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Samstag, 29. September 2007
The Eden Project: Das "Rainforest Biom"
Das "Rainforest Biom" ist 240m lang, 50m hoch, faßt 15.590m² und beinhaltet ca. 1.040 unterschiedliche Pflanzen und Sorten.
Die Temperatur bewegt sich hier zwischen 18°C und 35°C. Es ist das weltgrößte Gewächshaus das tropisches Klima simuliert. Pflanzen die sich in diesem Klima heimisch fühlen mögen oft eine ähnliche Erscheinung haben, sind im Grunde aber total verschieden.
Meistens verfügen sie über lange, glänzende mit Rinnen versehene Blätter, damit das Regenwasser oder die Traufe ablaufen kann. Auch benötigen sie meist lange pfeilerartige Wurzeln, um die Nährstoffe transportieren zu können.
Dieses gewaltige Ecosystem ist eine lebende Umwelt, welche unser Klima kontrolliert, Regen produziert und die Luft durch Ihre Photosynthese klärt. Mit Ihren riesenhaften Blättern reflektieren Sie die Hitze der Sonne und kühlen dadurch die Erde.
Ein Ecosystem, das es Wert ist, geschützt und geschätzt zu werden. Meint Ihr nicht auch? Nicht, dass hier Mißverständnisse aufkommen, jedes Ecosystem muss geschützt und geschätzt werden. Schaut Euch die Schönheit und Vielfältigkeit einfach an und geht mit mir auf eine Reise durch den Regenwald.
Natürlich stellt das Eden Project auch in diesem Biom typische Nutzpflanzen vor. So bspw. die Mango. Natürlich darf der achso bekannte Rubber nicht fehlen, die Banane oder die Ananas.
Wusstet Ihr, dass es einen Chewing Gum Baum gibt? Ich nicht. Es gibt ihn!!!!! Ich habe mir sagen lassen, dass ein weltbekannter Kaugummihersteller seinen Kaugummi aus diesem Baum fertigen lässt, es gibt übrigens in Plymouth eine Niederlassung.
Selbstverständlich gibt es auch einfach Schönheiten an sich zu sehen. Hierbei handelt es sich um eine Seerose, die für mein europäisches Verständnis von Seerosen doch etwas größer ist als sie unsereins kennt, oder?
Andere und vor allem aber unterschiedliche tropische Schönheiten sind ebenfalls unzählige Vorhanden, einfach schauen und träumen...
...und träumen und staunen!
Manchmal sollte man einfach die Klappe halten und Bilder sprechen lassen.







War das jetzt schön oder schön?
Für uns war es ein wunderschöner und unvergesslicher Exkurs in die Tropen. Nicht nur die Pflanzen und Architektur die wir zu sehen bekamen machten uns sprachlos, sondern auch das simulierte Klima raubte uns die Sprache. Man haben wir geschwitzt...! Es war sehr schön. Danke schön!
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plymic
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